WAS WIR WOLLEN

Wir Fahrenden Gesellen wollen unsere Sinne für Lebenswerte wecken und uns zu selbstbewussten, selbstbestimmten, verantwortlichen und toleranten, friedliebenden Menschen entwickeln.


Die Fahrtengruppe als überschaubare Einheit bildet für uns die angemessene Form jugendlichen Zusammenlebens. Diese bündische Gemeinschaft, die nur mitverantwortliche Zugehörigkeit kennt, halten wir für besser geeignet, Verantwortungsbewusstsein wachsen zu lassen, als manche Ansätze der Jugendpflege. Denn in der Gruppe lassen sich direkt Kameradschaft und Freundschaft erfahren, Aufgaben bewältigen und Verantwortung übernehmen.

Auf unseren Fahrten leben wir unabhängig, einfach, gesund und naturnah. Wir erfahren, was es heißt, weitgehend auf Komfort und die Annehmlichkeiten der Konsumgesellschaft zu verzichten. Deshalb wandern wir oft, tragen unser Gepäck mit uns, bereiten unser Essen selbst zu und übernachten in der Kohte oder beim Bauern in der Scheune – sofern es die noch gibt.

Die Fahrt ist Schulung für Körper und Geist, sie fördert die Fähigkeit zum Beobachten, zur Improvisation, Kooperation und zum Durchhalten. Sie ist zugleich Ausdruck jugendlicher Lebensfreude und Entdeckerlust, sie bedeutet Unabhängigkeit und Abenteuer.

Lager und andere Zusammenkünfte bringen uns gemeinsame handwerkliche, spielerische, künstlerische, körperliche und geistige Erlebnisse. Das Singen von Fahrten- und Volksliedern macht uns Freude, wie auch Tanz und das Spiel auf – fahrtentauglichen – Instrumenten. Unser Lebensbund bietet allen Altersgruppen Heimat. Das generationenübergreifende Miteinander bereichert alle.

Wir verzichten bei unseren Veranstaltungen gemäß der Meißnerformel auf Alkohol, Nikotin und andere suchtfördernde Mittel.

Die Freiheit des Einzelnen sowie die des Bundes sind nur in einer freiheitlichen Gesellschaft gesichert. Wir stehen zum demokratischen Rechtsstaat. Eine Orientierung an Parteien, Konfessionen oder sonstigen Interessengruppen lehnen wir ab.